Liegenschaft Klein Mantel

Besitz-Herrschaft

VornamenLebensdatenHerrschaftBemerkung
Max1824-19011886-1901auch Klein-Leppin
Werner1852-19301901-1924Sohn
Werner1884-19571924-1945Sohn; Enteignung 1945

Dr. jur. Werner Kurt Aschwin (geb. am 17 . 11 . 1852 in Harbke, Kreis Neuhaldenslaben, gest. 25.4.1930 in Klein-Mantel) besuchte das Gymnasium zu Wernigerode und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Berlin. Er war ab 1874 Mitglied des Corps Borussia Bonn. 1876 wurde er Kammergerichts-Referendar. Er war Fideikommissbesitzer auf Leppin und Todtenkopf im Kreis Westprignitz und Rittergutsbesitzer auf Klein-Mantel.

Von 1889 bis 1901 war er Landrat des Kreises Königsberg Neumark, Rittmeister, Mitglied des Kreisausschusses und des Kreistags Königsberg sowie Vorsitzender des Provinzialausschusses und Mitglied des Provinziallandtags der Provinz Brandenburg. Auch war er nichtständiges Mitglied des Reichs-Versicherungsamts, Mitglied des Provinzialrats, Vorstandsmitglied der Kreis-Synode Königsberg und Ehrenbürger der Stadt Königsberg. Außerdem war er Stiftshauptmann des Stifts Heiligengrabe im Kreise Ost-Prignitz von 1904 bis 1909. Er war Rechtsritter des Johanniterordens, Träger des Kronenordens II. Klasse, des Roten Adler-Ordens III. Klasse mit Schleife und der Landwehr-Dienstauszeichnung I. Von 1903 bis 1912 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Regierungsbezirk Frankfurt 3 Königsberg (Neumark) und die Deutschkonservative Partei. (mod.n. Wikipedia)

Beschreibung

Klein-Mantel (Polnischer Ortsname: Mętno Mała) ist ein Teil von Mantel (früher: Groß-Mantel) und gehört zum Landkreis Königsberg/Neumark (heute: Chojna). Das Gebiet des ehemaligen Landkreises Königsberg/Neumark liegt östlich der Oder in Polen, bis auf 20 Dörfer, die in Deutschland verblieben sind.

Klein-Mantel hatte eine eigene kleine turmlose Kirche (spätgotischer Feldsteinbau, mit mittelalterlichen Fresken). Die Mutterkirche steht in Mantel und ist nur 700m entfernt.

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Darstellung W.v.Saldern im Simplicissimus (Jg. 11, Heft 52, Seite 838)

Genealogie

Vater: Max von Saldern, auf Aderstedt, Klein-Mantel etc., geb. 21 Mai 1824, Stüdenitz, Prignitz gest. 3 Mrz 1901, Charlottenburg

Mutter: Armgard Gräfin von Veltheim, geb. 15 Jan 1829, Braunschweig, gest. 24 Mrz 1899, Berlin

Verheiratet mit: Elisabeth von Gerlach, eb. 2 Aug 1861, Rohrbeck, Neumark, gest. 14 Dez 1940, Klein-Mantel

Kinder:

  1. Achaz von Saldern, auf Wilsnack, geb. 8 Jul 1881, Klein-Mantel gest. 3 Aug 1962, Schulenburg
  2. Werner von Saldern, auf Klein-Leppin, geb. 29 Jul 1884, Klein-Mantel gest. 17 Feb 1957, Hellenthal
  3. Max Berndt von Saldern, auf Klein-Mantel, geb. 3 Jul 1886, Klein-Mantel gest. 4 Jul 1968, Hechthausen
  4. Irmgard von Saldern, geb. 31 Okt 1889, Klein-Mantel
  5. Wulf Dietrich von Saldern, geb. 15 Aug 1900, Klein Mantel

Dokumente

Simplicissimus_1907_Werner_v_Saldern.pdf

von_Saldern_Werner_1852_Material.pdf (Goldene Hochzeit, Traueranzeigen)

Letzter Besitzer

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Max-Bernd v. Saldern 03.07.1886 – 04.07.1968 Ehem. Chef des Familienverbandes

Seit November 1919 war der Regierungsassessor Max Berndt von Saldern aus Wilhelmshaven kommissarisch Landrat, ab 7.6. 1920 dann im Amt bis 03.07.1933. (http://www.territorial.de/markbran/soldin/landkrs.htm#fn15). Sein Büro war in der Bahnhofstrasse 165/16; Tel. Soldin Nr. 45. (http://www.genealogienetz.de/reg/BRG/neumark/Soldin/kabs_1.htm).

Für seine erfolgreiche Tätigkeit als Landrat des Kreises Soldin (40km östlich von Klein-Mantel) wurde ihm zu Ehren in der Nähe von Soldin (heute: Myśliborz ) ein Denkmal errichtet. Dieses Denkmal ist heute auch Ziel für Freunde des Geocachings.

Die Brücke über die Oder bei Hohenwutzen trägt auch heute noch den Namen „Saldernbrücke.”.

Vermischtes

Michael Busch, ein Offizierskamerad von Aschwin v. Saldern, berichtet über seinen Besuch in Klein-Mantel im Jahre 1937: „During those late summer days, von Saldern, perhaps sensing my unhappiness, offered me silent support by often forcing me to play tennis. On the weekend of 19-20 September, we drove to his parent’s house at Klein Mantel in the Neumark where I was warmly greeted. He was an accomplished piano player and played mostly light American music by Irving Berlin and Rogers and Hammerstein. On the following Tuesday, the 22,d of September, I was sent on a quick errand to the town of Schwerin and on the way back I stopped to telephone Zettemin to ask if I could drop by. The reply was positive and after tea Miss Mannock and I went to walk along the by now familiar country lane leading to the woods where we encountered more deer in the meadows than we had ever seen before and would ever see again. On our walk back however, I knew it was going to be goodbye for ever.“ Michael Busch (2016): The Journal of a German Officer.

Bilder

Weitere Bilder finden sich hier:

http://neumark.pl/main.php?obiekt=metnomale&lang=de

Weitere Hinweise sind zu finden unter:

http://wiki-de.genealogy.net/Klein_Mantel

Dokumente

von_Saldern_Marie_Luise_1928_Landw-Hausfrauen-Verein.pdf

von_Saldern_Max_Bernd_1937_Jagd.pdf

von_Saldern_Max_Bernd_Russeneinfall.pdf

Heimatkreis_1981_Landkreis_Soldin.pdf

Text von Matthias v. Saldern