Geschichte

Saldern (bis zum 17. Jahrhundert Salder) ist der Name eines alten Adelsgeschlechts aus dem Hildesheimer und Braunschweiger Land, ursprünglich hochfreien Standes. Das gleichnamige Stammhaus Schloss Salder liegt an der Fuhse in Salzgitter-Salder.

Mit Thidericus de Saldere 1161 urkundlich (Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim 1, S. 308-311) unter den nobiles layci zuerst erschienen und dessen Stammreihe mit dem Reichsritter Burchard v. Salder, urkundlich 1226-1253, beginnt. Erste Erwähnung der Familie bereits 1102-1124 in dem Chronicon coenobii Sancti Michaelis in Hildesheim, ordinis Sancti Benedicti.

Die ursprüngliche Namensform „Salder“ wechselte im 17. Jahrhundert mit „Saldern“, das im 18. Jahrhundert allgemein üblich wurde. Ursprünglich besaß die Adelsfamilie, deren Zweige bis heute bestehen, Güter nur im Bereich des heutigen Niedersachsens, seit Mitte des 16. Jahrhunderts auch in der Mark Brandenburg.

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Im Adelslexikon von Kneschke, Band VIII, aus dem Jahre 1868 heißt es:
„Saldern (in Gold eine rothe, oder auch blaue Rose). Altes, braunschweig-hannoversches, in der Stimmheimath bereits im 13., 14. und 15, Jahrh. sehr ansehnlich begütertes Adelsgeschlecht aus dem schon 870 erworbenen, gleichnamigen Stammsitze an der Fuse. westlich von Wolfenbüttel , welches später in der Mark Brandenburg, besonders in der Priegnitz und Uckermark, so wie in Meklenburg und im Lippeschen ansässig wurde. — Nach Angabe Einiger soll die Familie von dem römischen Geschlechte der Rossiner stammen, lange sich de Rosis geschrieben und später von der erwähnten Besitzung im Braunschweigischen sich Saldern geschrieben haben. Als Stammvater wird dann Sieghardt de Rosis genannt, welcher mit dem heiligen Bonifacius in der ersten Hälfte des 8. Jahrh. nach Deutschland kam. Den Rittersitz Saldern erwarb im obenangegebenen Jahre Cuno de Rosis.— Später verliess unter Burchhardt v. Saldern, einem Freunde der Reformation, um 1519, nach der Schlacht auf der Soltauer Heide, die Familie die Länder jenseits der Elbe und nahm diesseits kurbrandenburgische Lehne an. Matthias v. S., gest. 1675, kurbrandenb. Hauptmann zu Lehnin, Rath und Oberstkämmerer, brachte die Plattenburg an das Geschlecht, und nach der Mitte des 15. Jahrh. stifteten die Enkel des Siegfried Christoph v. S. , gest. 1715 als k. preuss. Geh.-Rath und Vicepräsident des Fürstenthums Halberstadt … die noch blühenden Linien zu Wilsnach und Plattenburg.“